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Projekt "Flächenbörse"
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Flächenbörse Weinbau Mosel. Die Situation im Weinbau ist im Moment wirtschaftlich enorm angespannt. Insbesondere erleben wir aktuell eine Absatzkrise: Es wird weniger Wein getrunken, weniger Geld für den Wein bezahlt und die Produktionskosten steigen. Im Fassweinbereich ist der Preisverfall sehr schmerzhaft zu spüren. Zusätzlich muss mit dem günstigeren ausländischen Markt konkurriert werden. Im Ergebnis ist zu erwarten, dass ein Strukturwandel im Weinbau nicht aufzuhalten ist. Es werden also Weinbergflächen aufgegeben. Oft sind dies kleine und verstreut liegende Parzellen. Ein solcher Flickenteppich birgt zum einen die Gefahr des Krankheitsdruckes auf die Weinbergflächen. Zum anderen wird die dringend benötigte überbetriebliche Bewirtschaftung in Lohnarbeit dadurch gefährdet. Darüber hinaus wird sich die WeinKulturLandschaft, so wie wir sie kennen, eklatant verändern, und es stellt sich die Frage der Attraktivität dieses Landschaftsbildes für den Tourismus. Um einen Flickenteppich an bewirtschafteten Flächen zu vermeiden und eine Alternative zur Rodung zu zeigen, bieten wir die Möglichkeit der kostenlosen Flächenbörse an. Die Kommunen spielen hierbei eine Schlüsselrolle. Denn für eine Alternativnutzung in frei gewordenen Flächen sind auch sie gefragt. Wenn Kernzonen erhalten werden, wird in den Randlagen eine Alternativnutzung benötigt werden. Hier ist die Einbeziehung der Kommunen wichtig. Die Flächen können beispielsweise als Ausgleichsflächen und Ersatzflächen für Neubaugebiete von den Kommunen genutzt werden. Es wäre möglich, einen Pflegevertrag mit dem Winzer abzuschließen oder die Fläche zu kaufen. Mit der Flächenbörse können diese Ausgleichsflächen dorthin gelegt werden, wo sie benötigt werden. Mit dem freiwilligen Landtausch kann der Prozess kostenlos und rechtssicher ausgeführt werden. Flächen bei der Flächenbörse melden Sie möchten Flächen abgeben, übernehmen, tauschen oder arrondieren? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Mit der Flächenbörse bieten wir Ihnen eine Alternative zur Rodung an und schaffen zugleich die Möglichkeit, Bewirtschaftungsflächen sinnvoll zu arrondieren. Unser Ziel ist es, zusammenhängende und wirtschaftlich tragfähige Weinbergareale langfristig zu erhalten. Da sich nicht jede Rodung vermeiden lassen wird, möchten wir entsprechende Prozesse gezielt begleiten. Dabei soll die Rodung möglichst an den Randbereichen eines Weinbergareals erfolgen, um zusammenhängende Kernzonen zu sichern und die Bewirtschaftungsstruktur zu stärken. Wenn Sie eine Fläche melden möchten, füllen Sie bitte das untenstehende Formular (Tauschboerse_Sammlung.xlsx) aus und senden Sie es per E-Mail an flaechenboerse-mosel@dlr.rlp.de. Für Fragen oder eine persönliche Beratung stehen wir Ihnen auch gerne telefonisch unter 06531 956 185 zur Verfügung. Flächenbörse im GeoBox-Viewer Zur Verbesserung der Sichtbarkeit und Vermittlungsmöglichkeiten werden die gemeldeten Flächenangebote ab sofort im GeoBox-Viewer dargestellt: Flächenbörse Weinbau Mosel Interessierte Winzerinnen und Winzer können dort die angebotenen Flächen direkt auf einer Karte einsehen und sich schnell einen Überblick über Lage und Umfeld verschaffen. Die digitale Darstellung erleichtert die Suche nach passenden Flächen und schafft eine deutlich bessere Transparenz über vorhandene Angebote in der Region. Im GeoBox-Viewer kann im rechten Dropdown-Menü mit einem Klick die Ebene Flächenbörse Weinbau Mosel aktiviert werden. Durch Heranzoomen in das gewünschte Gebiet erscheinen die mit einem Pin markierten Flächen. Mit der Auswahl eines Pins erscheint eine Attributtabelle mit den Flächeninformationen und Kontaktdaten. Die Flächenbörse soll damit noch einfacher und praxisnäher nutzbar werden, sowohl für Betriebe, die Flächen abgeben möchten, als auch für Bewirtschafter, die gezielt nach geeigneten Rebflächen suchen. Wenn Sie Ihre gemeldete Fläche ebenfalls im GeoBox-Viewer dargestellt haben möchten schicken Sie uns die unten stehende Datenschutzerklärung (Flaechenboerse_Mosel_Datenschutz_GeoBox_Viewer.pdf) unterschrieben und eingescannt per E-Mail oder Post zurück. Bedienungsanleitung Flächenbörse im GeoBox-Viewer 1. Die Flächenbörse Weinbau Mosel unter diesem Link öffnen: Flächenbörse Weinbau Mosel Flächenbörse Weinbau Moselist im rechten Dropdown-Menü angewählt und die gemeldeten Flächen sind mit einem Pin auf der Karte markiert. Abbildung 1: Quellle: https://geobox-i.de/GBV-RLP/ 2. Auf das gewünschte Gebiet entlang der Mosel zoomen. Bei näherem Heranzoomen auf das gewünschte Gebiet erscheint das Luftbild und die Flächen werden ebenfalls als Fläche und Pin dargestellt. Abbildung 2: Quellle: https://geobox-i.de/GBV-RLP/ 3. Gewünschte Fläche auswählen. Nach dem Auswählen erscheint eine Attributtabelle in welcher die Flächeninformationen und die Kontaktinformationen dargestellt sind. Abbildung 3: Quellle: https://geobox-i.de/GBV-RLP/ 4. Hier sind Flächeninformationen und Kontaktdaten der Eigentümer oder der Flächenbörse zu finden Abbildung 4: Quelle: https://geobox-i.de/GBV-RLP/ bearbeitet durch DLR Mosel Förderung des Projekts durch die Europäische Union „Mosel Weinbau-Steillagen- Strukturverbesserung durch Flächenmanagement“ Hintergrund und Problemstellung Die Weinbaubranche erfährt zur Zeit eine starke strukturelle Veränderung. Steigende Kosten, Veränderte Marktbedingungen und weitere Faktoren führen dazu, dass immer mehr Weinbergsflächen aufgegeben oder stillgelegt werden. Potenziell schränken viele Betriebe ihre Produktion ein, vor allem in der Steillage. Oft handelt es sich dabei um kleine, verstreut liegende Parzellen, die für weiterführende Betriebe oder eine anderweitige Nutzung unattraktiv sind. Um den drohenden Verlust des wertvollen Habitats Weinbau-Steillage zu verhindern, muss die darin liegende Chance einer verbesserten Struktur und Rahmenbedingungen für die weiterführenden Weinbaubetriebe bestmöglich genutzt werden. Diesen Wandel möchte das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel mit einer Flächenbörse begleiten. Ziel Oberstes Ziel ist die Erhaltung der Mosel Weinbaufläche v.a. in den Steillagen. Sollten trotz diesen Bemühungen Weinbergsflächen nicht mehr bewirtschaftet werden und somit brach fallen, soll über das Vorhaben im zweiten Schritt durch Flächenmanagement geschlossene „Kernzonen“ für den Weinbau erhalten werden und „Randzonen“ prioritär außerhalb der Sichtachsen geschaffen werden, welche von dritter Seite weiterentwickelt werden. (z.B. Kreisverwaltung, Verbandsgemeindeverwaltung, etc.) Ein weiteres Ziel des Vorhabens ist die Moderation zum überbetrieblichen Flächenmanagement v.a. in den Steillagen. Insbesondere der Wissenstransfer zur georeferenzierten Erfassung und Management der betroffenen Steillagenflächen. Winzer sollen die Möglichkeit zur strukturellen Verbesserung geboten bekommen und auf freiwilliger (moderierter) Basis, betroffene Flächen melden, welche in Zusammenarbeit mit den Abteilungen 420 und 440 des DLR Mosel gemarkungsweise zu einer agrarstrukturellen weinbaulichen Verbesserung gemanagt werden (in Anlehnung an den „moderierten freiwilligen Landtausch“).
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