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Interreg-Projekt „Agri-PV“: Erstes Projekttreffen in der Schweiz
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Interreg-Projekt Agri-PV. Erstes Projekttreffen in der Schweiz Am 1. Oktober 2026 fand im schweizerischen Sissach das erste Projekttreffen des Interreg-Projekts „Agri-PV“ statt. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern vom Staatlichen Weinbauinstitut (WBI) in Freiburg, dem Regierungspräsidium Freiburg, der Stadt Neustadt an der Weinstraße und der Université de Haute-Alsace in Mulhouse besichtigten wir den Zelglihof in Sissach. Dort konnten wir die im Sommer errichtete Agri-PV-Anlage im Weinberg besichtigen, die von den Schweizer Projektpartnern Ebenrainzentrum und Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) betreut wird. Im Mittelpunkt des Treffens standen der fachliche Austausch und die gemeinsame Besichtigung der Anlage. Dabei konnten erste Eindrücke von der Umsetzung der Agri-PV im Weinbau gewonnen und Erfahrungen zwischen den Projektpartnern ausgetauscht werden. Die Kernpartner des Interreg-Projekts vor der Agri-PV-Anlage in Sissach (CH). © Ould-Abdeslam Über das Projekt: Photovoltaikmodule im Weinbau: eine Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels Winzer sind zunehmend Frost, Hagel und weiteren Wetterextremen ausgesetzt, die sowohl die Produktion als auch das wirtschaftliche Gleichgewicht einer für den Oberrhein bedeutsamen Branche gefährden. Das Interreg-Projekt „Agri-PV“ setzt hier an und untersucht, wie Photovoltaikmodule über oder zwischen den Weinreben eingesetzt werden können, um direkt vor Ort erneuerbare Energie zu erzeugen und gleichzeitig die Auswirkungen von Klimaschwankungen zu begrenzen. Agri-Photovoltaik (Agri-PV) kombiniert die Stromerzeugung mit der landwirtschaftlichen Nutzung auf derselben Fläche und vermeidet dadurch weitgehend eine Konkurrenz zwischen Energieproduktion und landwirtschaftlicher Produktion. Seit Dezember 2025 werden unter der Federführung des DLR Rheinpfalz verschiedene technische Agri-PV-Lösungen im Weinbau erprobt. Neben der Beschattung der Reben und der Erzeugung erneuerbarer Energie kann Agri-PV für Weinbaubetriebe eine zusätzliche Einkommensquelle schaffen. Die damit verbundene Diversifizierung der betrieblichen Einkommensquellen kann dazu beitragen, die wirtschaftliche Resilienz der Betriebe gegenüber schwankenden Erträgen und zunehmenden klimatischen Risiken zu stärken. Ziel des Projekts ist es, praxisnahe Entscheidungshilfen für Winzer, Investoren und Behörden zu entwickeln und damit die Umsetzung von Agri-PV im Weinbau zu erleichtern. Dazu werden an drei Pilotstandorten in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und der Schweiz unterschiedliche Agri-PV-Systeme unter realen Bedingungen getestet. Neben der Erprobung verschiedener technischer Lösungen werden geeignete Monitoringinstrumente entwickelt und eingesetzt, um die Auswirkungen der Anlagen auf den Weinbau umfassend zu untersuchen und geeignete Systeme für die Praxis zu identifizieren. Die Projektpartner werten die an den Standorten erhobenen Daten gemeinsam aus und tauschen ihre Erfahrungen aus. Auf dieser Grundlage sollen Praxisleitfäden für Winzer, Investoren und Behörden entstehen, die technische, wirtschaftliche und praktische Aspekte der Umsetzung berücksichtigen. Langfristig soll das Projekt dazu beitragen, planbare Bedingungen für die Umsetzung von Agri-Photovoltaik am Oberrhein zu schaffen. Damit unterstützt es die technische und wirtschaftliche Modernisierung des Weinbaus und untersucht zugleich Möglichkeiten, die Branche widerstandsfähiger gegenüber den zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels zu machen. Geplante Photovoltaikanlage zwischen den Reben am DLR Rheinpfalz (D). Fertigstellung voraussichtlich Anfang 2027. © DLR Rheinpfalz Photovoltaikanlage über den Reben platziert am WBI Freiburg (D). © WBI Freiburg Kleinere Photovoltaikmodule in Leichtbauweise über der Rebzeile am Ebenrainzentrum (CH). © Ould-Abdeslam/ UHA Kernpartner des Projekts: Projektlaufzeit: 01.12.2025 - 30.11.2028 Haben Sie Interesse oder Fragen zum Projekt?
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