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Kaki im Garten
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Kaki im Garten. Mediterrane Pflanzen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. In klimatisch ungünstigen Lagen beschränkt sich die Kultur dieser Wärme liebenden Pflanzen auf die Kübelkultur mit frostfreier Überwinterung. In wärmeren oder Weinbau Regionen können sie auch ganzjährig im Garten stehen. So wachsen und reifen Kakifrüchte (Diospyros kaki) seit 20 Jahren im mediterranen Garten am DLR Rheinpfalz in Neustadt an der Weinstraße. Die äußerst dekorativen Früchte hängen noch nach dem Laubfall an den Bäumen. Herkunft: Die Bäume gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde, der Ursprung wird in Asien vermutet. In China wird sie seit über 2000 Jahren angebaut und „chinesische Pflaume“ genannt. Deshalb wird sie auch bei uns nicht selten als Kaki-Pflaume angeboten. Systematik: Kaki gehören zur Familie der Ebenholzgewächse (Ebenaceae), der Gattungsname Diospyros heißt übersetzt „Frucht des Zeus“ oder göttliche Birne“. Zu dieser Gattung gehören auch einige Arten, die als Ebenholz genutzt werden. Dieses außereuropäische schwarz-gestreifte Holz ist ein begehrtes Möbelholz, wie übrigens auch das Holz des Kakibaumes. Heranreifende Kakifrucht am BaumVerwertungsmöglichkeiten © DLR© DLR Blüte: Veredelte Bäume kommen schon nach 2-3 Jahren in den Ertrag. Im Gegensatz zu unseren heimischen Obstgehölzen sind sie in der Lage, ohne eine vorhergehende Bestäubung und Samenbildung Früchte zu bilden. Diese besondere Eigenschaft, die wir lediglich bei den Birnen kennen, nennt man Parthenokarpie oder Jungfernfrüchtigkeit. Dennoch gibt es immer wieder Früchte, die nach Bestäubung Samen ausbilden und dadurch etwas größer werden. Frucht: Bei den Früchten unterscheidet man 3 verschiedene Formen: kugelig (Kaki) oval (Persimone) tomatenartig flach (Sharon) Einzelne Früchte mit den typischen 4 Kelchblättern werden bei uns bis zu 250 g schwer, in der Heimat sogar bis 500 g. Die Farbe der glatt-glänzenden, anfangs bedufteten Fruchthaut variiert von gelb-orange (Sharon und Persimone) bis rot-orange (Kaki). Mit zunehmender Reife werden die Früchte weicher und genießbar, weil die herben, einen pelzigen Geschmack auf der Zunge hinterlassenden Tannine dann weitestgehend abgebaut sind. Eine neue Selektion aus Israel, die Sharon (Scharon-Frucht, Sharoni) hat diesen Nachteil nicht mehr, denn die süßen, gelb-orangen Früchte enthalten keine Tannine und entfalten schon im hartreifen Zustand ihr typisches, an Melonen und Pfirsich erinnerndes Aroma. Geerntet wird ab Oktober/November, wenn die ersten Blätter vom Baum gefallen sind. Verbliebene Früchte hängen sehr dekorativ den Winter über am blattlosen Baum und werden von der Vogelwelt geschätzt. Standort: Kaki gelten als wenig anspruchsvoll an den Boden. In Weinbauklimaten gelten sie als frosthart und können ganzjährig im Garten bleiben. Lediglich in den ersten beiden Standjahren ist ein Winterschutz (Frostschutzvlies) ratsam. Am Standort Neustadt wurden Minustemperaturen von deutlich unter -20 °C ohne Probleme überstanden. Für die Pflanzung im Garten sollten die gerbstofffreien Sharon bevorzugt werden. Die Pflanzen präsentieren sich gesund und wenig anfällig, Krankheiten und Schädlinge wurden bisher nicht beobachtet Verwendung: Die Früchte werden als Dessertfrucht in Scheiben geschnitten (Sharon) oder halbiert und dann mit dem Löffel frisch genossen. Darüber hinaus lassen sie sich auch zu Konfitüre oder Marmelade verarbeiten, wenn die Schale vorher entfernt wird. Somit haben diese exotisch wirkenden Bäume nicht nur einen hohen Zierwert im Garten, sondern sind auch als Obstbäume nutzbar. Autor: Werner Ollig
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