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Lehmener Würzlay
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Terrassenmosel
. Beschreibung Die Lehmener Würzlay ist eine der 30 ausgewiesenen historischen Weinbaulandschaften an der Mosel. Es handelt sich um eine typische Kulturlandschaft mit Jahrhunderte alten Bauwerken, darunter aufwendig gebaute Mauern die auf den Felsen gründen. Es entsteht ein Gesamtensemble aus Weinbergsterrassen, den landschaftsprägenden Bauwerken, natürlichen Felsformationen und dem Mosellauf. Die Würzlay erstreckt sich vom südlichen Ortsrand des Weinbauortes Lehmen bis hin zum Naturschutzgebiet Ausoniusstein in Richtung Kattenes und liegt im Landschaftsschutzgebiet „Moselgebiet von Schweich bis Koblenz“, im Vogelschutzgebiet Mittel- und Untermosel sowie im FFH-Gebiet „Moselhänge und Nebentäler der unteren Mosel“. Der Steillage der Lehmener Würzlay ist ein weiteres Naturschutzgebiet „Reiherschussinsel“ vorgelagert. Landschaftliche Besonderheiten/Landschaftsbild Die Steil- und Steilstlagen mit ihren historischen Trockenmauern und Bruchsteintreppen wirken eindrucksvoll auf das Gesamtbild der Landschaft. Verschiedene Felsformationen, Trockenwald und Trockenrasen sowie kleine Bachläufe zwischen den Weinbergen und den Waldstücken vervollständigen den Eindruck auf die Landschaft. Auf einer relativ kleinen Fläche von ca. 2.500 m² findet man im Razejungewingert alle wesentlichen Elemente der gesamten Würzlay konzentriert wieder. Darunter Steillagen mit Jahrhunderten alten Trockenmauern und Bruchsteintreppen. Schroffe Felspartien und -nasen, Waldsäume, angrenzende Brachen und traditionelle Weinbergsflächen mit Einzelpfahl- und Drahterziehung bestimmen das Landschaftsbild. Eine alternative Flächennutzung durch Lavendelpflanzungen und wärmeliebende Kräutersorten wirkt der Verbuschung ehemaliger Weinberge entgegen. Entstehung/Geologie Die über 400 Millionen Jahre alten felsigen Hänge stammen aus der Zeit des Devons. Wie in vielen Bereichen an der Terrassenmosel sind zwischen Lehmen und Kattenes quarzitische Sandsteine, Silt- und Tonschiefer im engen räumlichen Wechsel vergesellschaftet. Gleiches gilt für die daraus hervorgehenden Quarzit- und Schieferverwitterungsböden mit variierenden Bodeneigenschaften, denen aber ein hoher Skelettanteil gemeinsam ist. Klima Die Hänge der Lehmener Würzlay sind nach Südosten ausgerichtet. Die steilen Terrassen werden von der Morgen- und Mittagssonne angestrahlt. Die Schieferterrassen und Felsen speichern die Wärme und es herrscht ein günstiges Mikroklima für den Weinbau in dem engen Talabschnitt. Flora Durch die klimatisch günstigen Bedingungen des Moseltals und die herausragenden Lebensraumstrukturen der historischen Weinbaulandschaft haben viele typische Pflanzen der Weinanbaugebiete in Lehmen ihren Standort. Doch auch viele seltene und gefährdete Arten kommen dort vor. In der sonnenexponierten Lehmener Würzlay wachsen unter anderem verschiedene Mauerpfefferarten, das Wimper-Perlgras und die Karthäusernelke. Mauer- und Felsspalten sind Lebensraum für den Tüpfelfarn, den Streifenfarn und den Milzfarn. Die Blätter des Milzfarns rollen sich bei Trockenheit zusammen und sobald es feucht wird sofort wieder auf. Den Römischen Schildampfer sowie die Knoblauchsrauke findet man in den steilen Weinbergshängen. Diese Gewürzpflanzen können auch in der Küche verwendet werden. Das Echte Johanniskraut und der Aufrechte Ziest gelten als Heilpflanzen. Des Weiteren wachsen in der Würzlay der Gelbe Wau, Zypressen-Wolfsmilch, Mohnblumen, die Wiesen-Flockenblume, die Skabiosen-Flockenblume und die Acker-Witwenblume. In der Terrassenlage kann man die Weiße Lichtnelke, das Taubenkropf-Leimkraut, verschiedene Fingerkräuter, Wermut, die Waldrebe und Efeu ausmachen. In den trockenen Waldrändern stehen Traubeneiche oder der Französischer Ahorn. Mit dem „Würzlaygarten“ wurde die Weinbaulandschaft mit zahlreichen Kräuterarten aufgewertet. Das Klima der Weinberge begünstigt die mediterranen Arten, die in die Fläche eingebracht wurden. Fauna Die strukturreiche Würzlay bietet vielen Greifvögeln einen geeigneten Lebensraum. Neben Schwarzwild, Rehwild, Kaninchen und Dachsen, haben Greifvögel sich in den Felsformationen niedergelassen. Darunter Schwarz- und Rotmilan oder der Turmfalke. Der Wespenbussard ernährt sich von der Brut sozialer Faltenwespen, daher auch sein Name. Die reich strukturierte Landschaft ist sehr attraktiv für den Uhu, der im Randgebiet des Naturschutzgebietes „Ausoniusstein“ zu finden ist. Charakterart der Moselweinberge ist die Zippammer, die in Felsen und Mauern am Rande der Rebfläche brütet. Den gleichen Lebensraum besiedeln die Mauereidechse und die seltene Schlingnatter. Die Pflanzenvielfalt stellt eine üppige Nahrungsquelle für Insekten, darunter zahlreiche Schmetterlingsarten dar. Der seltene Apollofalter, dessen Raupen sich ausschließlich vom Weißen Mauerpfeffer ernähren und der ebenfalls seltene Segelfalter haben hier ihr Verbreitungsgebiet. Weitere Arten der Weißlinge, Zipfelfalter und Edelfalter finden geeignete Nahrungs- und Nektarpflanzen. Neben dem Steppen-Grashüpfer und der Steppen-Sattelschecke, gibt es in der Würzlay Vorkommen der überaus seltenen Rotflügeligen Ödlandschrecke. Kurzfassung Die große biologische Vielfalt der Lehmener Würzlay fokussiert sich wie das Licht in einem Brennglas im Razejungewingert. Damit entsteht ein wirklich „rekord-verdächtiger“ Leuchtpunkt der Lebendigen Moselweinberge in einer historischen Weinbaulandschaft mit ganz vielschichtigen Lebensraumstrukturen. Rekordverdächtig ist dabei auch das Vorkommen von überaus seltenen Arten unterschiedlicher Tiergruppen wie die Rotflügelige Ödlandschrecke, der Apollofalters oder der Wespenbussard. Genauso wie das Engagement der Lehmer Razejungen für den Erhalt und die Weiterentwicklung dieser wunderbaren Kulturlandschaft. Text: Madeleine Weyand & Carsten Neß
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