Wie bestimme ich den Liquiditätsengpass und ab wann liegt bei mir ein Liquiditätsengpass vor, damit ich eine Soforthilfe erhalte?


Die Höhe des Zuschusses hängt von der Höhe Ihres Liquiditätsbedarfs ab. Sie werden gebeten, Ihren Bedarf zu benennen. Die konkrete Einmalzahlung orientiert sich an einem glaubhaft versicherten Liquiditätsengpass für drei aufeinander folgende Monate.
Ein Liquiditätsengpass liegt dann vor, wenn die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand zu zahlen, bspw. für:
- gewerbliche Mieten
- Pachten
- Leasingraten
- Einkauf von Betriebsmitteln
- Dienstleistungen durch Lohnunternehmen


WICHTIG:
- Personalaufwendungen und entgangene Gewinne zählen nicht zum Sach- und Finanzaufwand und können somit nicht angerechnet werden.
- Private Entnahmen zum Lebensunterhalt sind keine Sach- und Finanzaufwände
- Werden lfd. Einnahmen erzielt, sind diese bei der Berechnung des konkreten Liquiditätsengpasses zwingend zu berücksichtigen.
- Eine Überkompensation darf nicht eintreten.

Es wird zunächst kein detaillierter Nachweis des Liquiditätsengpasses Ihrerseits erforderlich sein, allerdings sind entsprechende Berechnungen und Unterlagen für mögliche Prüfungen vorzuhalten. Sie müssen glaubhaft machen, dass Sie nach dem 11. März 2020 durch die Auswirkungen des Corona-Virus in wirtschaftliche Schwierigkeiten aufgrund des oben genannten Liquiditätsengpasses geraten sind, die ihre Existenz bedrohen.

Die im Zusammenhang mit der Bundessoforthilfe erstellten Unterlagen, Belege und Berechnungen sind für eine etwaige Prüfung durch die Bewilligungsstelle, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, den Rechnungshof des Landes Rheinland-Pfalz, den Rechnungshof des Bundes und ggf. weitere Instanzen mindestens 10 Jahre bereitzuhalten.


Stand: 04/07/2020Finanzhilfen zurück