Grünlandlehrgang am DLR Eifel | ||
Stand: 05/15/2024 | ||
Vom 15. bis 19. April fand im Rahmen der Vorbereitung für die Abschlussprüfung ein Grünlandlehrgang für die Schülerinnen und Schüler des dritten Ausbildungsjahres statt. In diesem Intensivkurs wurde den Auszubildenden die Grundsätze der Grünlandbewirtschaftung nähergebracht. Vor allem in den Mittelgebirgen in Rheinland-Pfalz stellt das Grünland auf vielen Betrieben in großen Anteilen die Futtergrundlage für die regionale Milchproduktion dar. Allerdings gibt es an vielen Standorten noch, sodass der Lehrgang dazu diente, das Potenzial des Dauergrünlandes zu erkennen und dieses durch die richtige Bewirtschaftung auch zu nutzen. Begonnen wurde deshalb mit sämtlichen Grundlagen der Grünlandbewirtschaftung. Hierbei wurde vor allem auf das Nutzungsregime (Schnitthäufigkeit, Düngung, Maschineneinstellung, Grünlandpflege) und die daraus resultierende Bestandszusammensetzung eingegangen. Im Rahmen dieser Grundlagen wurden auch die Erkennungsmerkmale der wichtigsten Grünlandpflanzen vorgestellt. Auch die Grunddüngung mit N, P, K, Mg und S wurde thematisiert, da viele Grünlandbestände vor allem bei der Phosphor- und Schwefelversorgung Defizite aufweisen. Nicht zuletzt hängt das auch mit der Kalkversorgung des Bodens zusammen, die im Unterricht gesondert bearbeitet wurde. Neben den Grundlagen wurde aber auch der Pflanzenschutz im Grünland thematisiert. Vor allem Ampfer im intensiven sowie Jakobskreuzkraut und Herbstzeitlose im extensiven Dauergrünland bereiten vielen Landwirten Probleme, sodass die Bekämpfung bzw. das Vorbeugen der Etablierung dieser unerwünschten Arten im Lehrgang behandelt wurde. Einen weiteren Punkt bildete die Mischungs- und Sortenwahl für Grünlandbestände. Aufgrund der häufigen Extremwetterlagen wird es immer wichtiger auf angepasste Sorten mit hoher Ausdauer zu setzen, um viele Jahre hochwertige Grassilagen ernten zu können. Vor diesem Hintergrund wurden auch die kleinkörnigen Leguminosen thematisiert, die sich durch hohe Nutzungselastizität und Trockentoleranz aufzeichnen. Neben den Bewirtschaftungsgrundlagen des Grünlandes wurden den Schülern aber auch wichtige Aspekte aus Sicht der Tierernährung vermittelt. Dazu zählt neben der Grasernte und der Bedeutung des Einsatzes von Siliermitteln auch die Fütterung der silierten Grasaufwüchse. Hierbei wurde auf wichtige Punkte wie Schichtdicke beim Einfahren, das korrekte Verschließen des Silostocks, den anschließenden Vorschub und die Futtermittelanalyse inklusive Sinnenprobe eingegangen. Alle theoretisch vermittelten Inhalte wurden in der Praxis vertieft. Besucht wurden vier landwirtschaftliche Betriebe sowie das Versuchsfeld in Kyllburgweiler. So wurde die korrekte Einstellung von Mähwerk, Wender und Schwader vorgestellt. Außerdem wurde die Bedeutung des Striegels im Grünland angesprochen sowie im Hinblick auf die Abschlussprüfung eine Abdrehprobe durchgeführt. Weiterhin wurde ein Controlling am Silostock inklusive Verdichtungsmessung gezeigt und auf die Auflagen beim Bau von Fahrsiloanlagen eingegangen. Dabei standen alle Betriebsleiter jederzeit für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Zum Schluss wurde außerdem noch eine Grünlandbegehung mit Bestandesbeurteilung und Gräserbestimmung durchgeführt, sodass die Schülerinnen und Schüler optimal vorbereitet in ihre Abschlussprüfung gehen können. Erstmalig wurde in diesem Jahr auch die Weidehaltung im Lehrgang thematisiert. Bei der Besichtigung des Betriebs wurde beindruckend vermittelt, dass Weidehaltung und hohe Milchleistung keinesfalls im Gegensatz zueinanderstehen und mit dem richtigen Management auch mit Weidegang wirtschaftlich Milch produziert werden kann. Ein herzlicher Dank geht an alle Referenten sowie besonders an die Praxisbetriebe, die den Lehrgang mit ihrer Expertise und Fachwissen bereichert haben. Das DLR Eifel wünscht allen Auszubildenden viel Erfolg bei ihrer Abschlussprüfung.
Vom 15. bis 19. April fand im Rahmen der Vorbereitung für die Abschlussprüfung ein Grünlandlehrgang für die Schülerinnen und Schüler des dritten Ausbildungsjahres statt. In diesem Intensivkurs wurde den Auszubildenden die Grundsätze der Grünlandbewirtschaftung nähergebracht. Vor allem in den Mittelgebirgen in Rheinland-Pfalz stellt das Grünland auf vielen Betrieben in großen Anteilen die Futtergrundlage für die regionale Milchproduktion dar. Allerdings gibt es an vielen Standorten noch Optimierungsmöglichkeiten, sodass der Lehrgang dazu diente, das Potenzial des Dauergrünlandes zu erkennen und dieses durch die richtige Bewirtschaftung auch zu nutzen. Begonnen wurde deshalb mit sämtlichen Grundlagen der Grünlandbewirtschaftung. Hierbei wurde vor allem auf das Nutzungsregime (Schnitthäufigkeit, Düngung, Maschineneinstellung, Grünlandpflege) und die daraus resultierende Bestandszusammensetzung eingegangen. Im Rahmen dieser Grundlagen wurden auch die Erkennungsmerkmale der wichtigsten Grünlandpflanzen vorgestellt. Auch die Grunddüngung mit N, P, K, Mg und S wurde thematisiert, da viele Grünlandbestände vor allem bei der Phosphor- und Schwefelversorgung Defizite aufweisen. Nicht zuletzt hängt das auch mit der Kalkversorgung des Bodens zusammen, die im Unterricht gesondert bearbeitet wurde. Neben den Grundlagen wurde aber auch der Pflanzenschutz im Grünland thematisiert. Vor allem Ampfer im intensiven sowie Jakobskreuzkraut und Herbstzeitlose im extensiven Dauergrünland bereiten vielen Landwirten Probleme, sodass die Bekämpfung bzw. das Vorbeugen der Etablierung dieser unerwünschten Arten im Lehrgang behandelt wurde. Einen weiteren Punkt bildete die Mischungs- und Sortenwahl für Grünlandbestände. Aufgrund der häufigen Extremwetterlagen wird es immer wichtiger auf angepasste Sorten mit hoher Ausdauer zu setzen, um viele Jahre hochwertige Grassilagen ernten zu können. Vor diesem Hintergrund wurden auch die kleinkörnigen Leguminosen thematisiert, die sich durch hohe Nutzungselastizität und Trockentoleranz aufzeichnen. Neben den Bewirtschaftungsgrundlagen des Grünlandes wurden den Schülern aber auch wichtige Aspekte aus Sicht der Tierernährung vermittelt. Dazu zählt neben der Grasernte und der Bedeutung des Einsatzes von Siliermitteln auch die Fütterung der silierten Grasaufwüchse. Hierbei wurde auf wichtige Punkte wie Schichtdicke beim Einfahren, das korrekte Verschließen des Silostocks, den anschließenden Vorschub und die Futtermittelanalyse inklusive Sinnenprobe eingegangen. Alle theoretisch vermittelten Inhalte wurden in der Praxis vertieft. Besucht wurden vier landwirtschaftliche Betriebe sowie das Versuchsfeld in Kyllburgweiler. So wurde die korrekte Einstellung von Mähwerk, Wender und Schwader vorgestellt. Außerdem wurde die Bedeutung des Striegels im Grünland angesprochen sowie im Hinblick auf die Abschlussprüfung eine Abdrehprobe durchgeführt. Weiterhin wurde ein Controlling am Silostock inklusive Verdichtungsmessung gezeigt und auf die Auflagen beim Bau von Fahrsiloanlagen eingegangen. Dabei standen alle Betriebsleiter jederzeit für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Zum Schluss wurde außerdem noch eine Grünlandbegehung mit Bestandesbeurteilung und Gräserbestimmung durchgeführt, sodass die Schülerinnen und Schüler optimal vorbereitet in ihre Abschlussprüfung gehen können. Erstmalig wurde in diesem Jahr auch die Weidehaltung im Lehrgang thematisiert. Bei der Besichtigung des Betriebs wurde beindruckend vermittelt, dass Weidehaltung und hohe Milchleistung keinesfalls im Gegensatz zueinanderstehen und mit dem richtigen Management auch mit Weidegang wirtschaftlich Milch produziert werden kann. Ein herzlicher Dank geht an alle Referenten sowie besonders an die Praxisbetriebe, die den Lehrgang mit ihrer Expertise und Fachwissen bereichert haben. Das DLR Eifel wünscht allen Auszubildenden viel Erfolg bei ihrer Abschlussprüfung. | ||
Tobias.Fries@dlr.rlp.de www.DLR-Eifel.rlp.de | ||