Maissilagen 2025: energie- und stärkereich, aber wieder einmal zu trocken!

Die Maissilagen 2025 aus Rheinland-Pfalz sind ähnlich energiereich wie die Maissilagen 2023. Mit durchschnittlich 6,9 MJ NEL/kg Trockenmasse (TM) liegen die Energiegehalte fast auf dem Niveau eines Milchleistungsfutters der Energiestufe 4 (7,0 MJ NEL/kg FM). Selbst die 25 % schlechteren Maissilagen enthalten im Mittel noch so viel Energie wie ein Milchleistungsfutter der Energiestufe 3 (6,7 MJ NEL/kg FM). Im Mittel enthalten die Silagen 0,2 MJ NEL mehr Energie als im Vorjahr. Sie bieten damit hervorragende Voraussetzungen für den Einsatz in der Fütterung.

Für die Auswertung standen 209 Proben der Futtermittelprüfringe aus Rheinland-Pfalz zur Verfügung.

Maisernte in der Eifel 2025. Foto: © Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Eifel/ Köppchen

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Maissilagen 2025 erfüllen beim Energie- und Stärkegehalt die Zielvorgaben deutlich. In Kombination mit zuckerreichen Grassilagen kann es zu Problemen kommen. Viele Grassilagen des 1. Schnittes 2025 enthalten mehr als 80 g Restzucker. Die Empfehlungen für die maximale Konzentration an Zucker und unbeständiger Stärke wurde von der DLG Anfang 2023 von < 250 auf < 210 g/kg TM abgesenkt (DLG Info 1/2023, S. 27)! Mit steigender Konzentration an leichtlöslichen Kohlenhydraten steigt das Risiko für Stoffwechselstörungen (SARA oder subakute Pansenacidose), Klauenerkrankungen und Euterentzündungen. Durch die Auswahl geeigneter Kraftfutterkomponenten, z.B. Körnermais oder Trockenschnitzel statt Getreide, kann man drohenden Problemen vorbeugen.
  • Die Rohproteingehalte in unseren wichtigsten Grundfutterkomponenten Gras- und Maissilage sind entgegen dem langjährigen Trend wieder etwas angestiegen. Trotzdem sollte man das Thema Proteingehalte nicht aus den Augen verlieren. Neben Gras- und Maissilagen sinken auch im Getreide und Rapsextraktionsschrot die Proteingehalte seit Jahren, wie Auswertungen am DLR Eifel zeigen.
  • Sehr trockene Maissilagen (> 350 g TM/kg FM) können bei unzureichender Verdichtung (< 270 kg TM/cbm) und zu geringem Vorschub (< 2,5 m/Woche) warm werden bzw. Probleme mit der Lagerstabilität bekommen. Dies gilt vor allem für die warmen Sommermonate. Niedrige pH-Werte in den Silagen deuten zwar darauf hin, dass zumindest die auf pH-Wert untersuchten Silagen ausreichend vergoren und damit lagerstabil sind. Ob das aber für alle Silagen gilt ist fraglich.
  • Da auch viele Grassilagen zu trocken sind, besteht die Gefahr der Selektion, wenn nicht durch die Zugabe von Wasser gegengesteuert wird.

Die ausführliche Auswertung und Kommentierung der Untersuchungsergebnisse mit Grafiken und den detaillierten Analyseergebnissen für die einzelnen Futtermittelprüfringe finden als pdf-Dokument im Anhang.

Wenn Sie Fragen zu Ihrer Silage haben oder zum Einsatz in der Fütterung wenden Sie sich an die jeweiligen Fütterungsspezialisten an ihrem DLR.

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thomas.priesmann@dlr.rlp.de     www.DLR-Eifel.rlp.de