Quecke


Frage:
In meinem Rasen macht sich mit großer Geschwindigkeit die Quecke aus. Diese Fäden sind bis 2 m lang und nach ausreißen ergibt jedes Wurzelstück eine neue Pflanze. Was kann man dagegen tun?

Antwort:
Wurzelunkräuter wie Quecke sind naturgemäß schwierig zu kontrollieren. Sie besitzen Überdauerungsorgane, die manchmal metertief im Boden verborgen sind und ihnen trotz regelmäßigem Jäten einen Wiederaustrieb ermöglichen. Hier kann in Einzelfällen die Anwendung eines Herbizides gerechtfertigt sein. Allerdings ist die Mittelwahl sehr beschränkt, denn es wirken nur Mittel gegen einkeimblättrige Unkräuter. Diese Mittel töten aber auch alle Rasengräser ab!
Die beste Gelegenheit gezielt gegen Wurzelunkräuter und –ungräser vorzugehen, besteht bei der Neuanlage von Gärten. Hier kann es durchaus sinnvoll sein, einmal mit einem
Totalherbizid der Problemunkräuter (Winde, Distel, Löwenzahn, Ampfer, Quecken u.a.) wurzeltief zu beseitigen. Da diese Präparate ausschließlich über das Blatt wirken, darf die Behandlung erst erfolgen, wenn genügend Blattmasse vorhanden ist (z. B. Winde mit 20 cm Austrieb). Eine Bodenbearbeitung sollte erst erfolgen, wenn die Mittelwirkung sichtbar eingetreten ist (frühestens nach 14 Tagen).
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