Schnitt rosa canina


Frage:
Eine Frage zu meiner geliebten Rosa canina. Sie treibt ja nicht nur aus der Basis/dem Wurzelbereich neue Zweige, sondern auch seitlich aus den langen, überhängenden Trieben. Deshalb habe ich die immer gelassen und tatsächlich nur die ganz alten und toten Stämmchen am Boden abgesägt.
Jetzt sehen die vielen, dicken, holzigen,weit und tief überhängenden Zweige aber nicht mehr schön aus.
Kann ich die Zweige einfach auf halber Höhe mal abschneiden und treiben sie dann wieder seitlich aus ? Oder soll ich konsequent alles, was nicht gefällt, direkt am Boden absägen ? ( Dann wird sie aber arg mager werden .... )

Antwort:
Grundsätzlich geht beides. Das Herausschneiden der ganzen Äste hat den Vorteil, dass es zu Neuaustrieben aus der Wurzel anregt und der Strauch permanent verjüngt wird. Schneidet man konsequent jedes Jahr die ältesten Äste heraus, erhält man schon gar keine so dicken Äste, weil die Ältesten höchstes 4-5 Jahre alt sind. Wird dagegen immer nur an den Ästen eingekürzt, regt das die Verzweigung an den Schnittstellen an: Der Rosenbusch wird nach außen hin dicht. Nachteil ist die "Vergreisung" im Inneren: Viele alte, stark verholzte Triebe, wenig Neuaustrieb. Ist dieser Situation, wie jetzt bei Ihnen eingetreten, wird ein Verjüngungsschnitt notwendig (was bei der anderen Vorgehensweise i.d.R. nicht notwendig wird). D. h. Sie nehmen alle alten Äste heraus. Jetzt habe ich allerdings den Eindruck, dass Ihnen dieses Vorgehen zu radikal erscheint. In diesem Fall können Sie den Schnitt auch auf 2 -3 Jahre verteilen: Sie schneiden dieses Jahr 1/3 bis die Hälfte der alten Äste direkt über dem Boden ab. Den Rest können Sie einkürzen, um dem Strauch etwas "Form" zu geben. Im nächsten und ggf. übernächsten Jahr gehen Sie mit den verbleibenden Ästen ebenso vor. Spätestens im dritten Jahr ist der Rosenstrauch dann in dem Zustand, dass es genügt, jährlich die dicksten Äste herauszunehmen.
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