Beschreibung

Das luxemburgische Winzerdorf Ahn mit heute ca. 290 Einwohnern ist geprägt von seinem historischen Ortskern mit vielen traditionellen Winzerhäusern. Auf den umliegenden Weinbergterrassen wird in Süd-Südostlage auf den Muschelkalkböden vor allem Riesling angebaut. Oberhalb der Weinberge zieht sich schützend ein von Buchsbäumen geprägter Wald an einem Berg aus Dolomitgestein entlang. Unterhalb davon fließt der Donvenbach, der mit recht steilen Uferhängen einen Schluchtwald-ähnlichen Charakter hat.



Winzerdorf
© Jutta Kanstein
Dolomitgestein
© Jutta Kanstein
Weinbergsmauer mit Felsen Dolomitgestein
© Jutta Kanstein



Landschaftliche Besonderheit / Landschaftsbild

Das Landschaftsbild ist durch die vielen Weinberge charakterisiert, die im unteren Bereich eher sanft nivelliert sind, während im oberen Bereich Steillagen mit Trockenmauern auf einer Gesamtlänge von 550 m vorherrschen. Besonders die nach Süden ausgerichteten Weinbergflächen sind mit einer Hangneigung von bis zu 50% sehr steil. Zur Bearbeitung dieser Steillagen wurden hier viele Terrassen angelegt. Die aus Kalksteinen aufgebauten Trockenmauern sind ein prägendes Element der Landschaft im Moseltal. Sie sind ein wichtiges Habitat für seltene Tier- und Pflanzenarten. Im Jahr 2015 wurde deshalb ein Pilotprojekt zur Erhaltung und Restaurierung der Trockenmauern von der Natur- und Forstverwaltung (Administration de la nature et des forêts) mit Unterstützung der Gemeinde Wormeldange (Administration communale) und dem Weinbauinstitut in Remich (Institut viti-vinicole) ausgearbeitet. Ziel dieses Projektes war es, die nicht mehr bearbeiteten Parzellen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu rekultivieren. So sollte ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung des traditionellen Landschaftsbildes geleistet werden. Nachdem die erste Phase erfolgreich abgeschlossen ist, haben inzwischen einige Winzer den Wunsch geäußert, weitere Bereiche dieser Hanglagen restaurieren zu lassen. Dies wird nun in einem Folgeprojekt umgesetzt.

Über den Weinbergen erstreckt sich am Hang eine üppige Grünzone: der Palmberg. Den Namen hat dieser Berg von dem an der Luxemburger Mosel einmaligen Standort von Buchsbaum (Buxus sempervirens), der an manchen Stellen bis zu 8 m hoch wächst. Dem Volksglauben nach vermochten Buchszweige, die am Palmsonntag geschnitten und in der Kirche geweiht wurden, Blitz, Geister und Hexen abzuwehren.

Das Leuchtpunktgebiet ist als Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet ausgewiesen. Entdecken und erleben kann man hier, entlang der Traumschleife „Wein- und Naturpfad Palmberg Ahn“, eine einzigartige Vielfalt an Landschaft, Geologie, Kultur, Weinbau, Pflanzen- und Tierarten.


Der Film zum Leuchtpunkt


Hier finden Sie weitere Informationen zum Leuchtpunkt

Karte



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