Digitalisierung in der Landwirtschaft

Die Technische Zentralstelle koordiniert, stellt und betreut die Infrastruktur im Rahmen des Projektes "Digitalisierung Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz".

GeoBox-Infrastruktur

ModuleVeröffentlichung
GeoBox-ViewerJanuar 2019Link
GeoBox- Messengergeplant für 2. Quartal 2019
weitere Module
Feldatlas
Hofbox
GeoBox-I

GeoBoxViewer

Für eine erfolgreiche und umweltschonende landwirtschaftliche Produktion ist ein umfangreicher Informationsaustausch zwischen den verschiedenen kooperierenden Leistungserbringern unabdingbar, wobei zunehmender Computereinsatz immer mehr Perspektiven der automatischen Berechnung, Steuerung und Dokumentation im Betrieb sowie mit und zwischen kooperierenden Dienstleistern eröffnet. Eine durchgängige Digitalisierung der modernen Landwirtschaft verspricht vielfältige Verbesserungen bei Effizienz, Ressourcen- und Umweltschonung, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit sowie Planung und Organisation der vielfältigen kooperativen Arbeiten entlang der gesamten Produktionskette.

RLP folgt dem Open-Source-Gedanken und stellt seinen Landwirten und Landwirtinnen nach Möglichkeit wichtige Daten kostenfrei zur Verfügung, wie etwa die Geobasisdaten. Derzeit wird unter der Federführung der Technischen Zentralstelle des DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück ein digitales Agrarportal aufgebaut, um den Betrieben relevante Daten und Informationen benutzerfreundlich anzubieten.


Abbildung1: GeoBoxViewer

Der Geobox-Viewer bietet georeferenzierte Informationen wie zum Beispiel Liegenschaftskarten mit den Lagen und Umrissen ihrer Felder, Luftbilder und topographische Karten mit wichtigen Landschaftsstrukturen und Verkehrswegen zur Ansicht an. Daneben werden auf der Plattform auch Daten zu Bodenarten, zur Erosionsgefährdung sowie die Ausweisung von spätfrostgefährdeten Flächen angeboten. Darüber hinaus stehen dynamische Daten wie Wetterdaten schlagbezogen zur Verfügung.

GeoBoxMessenger

Moderne Kommunikationsmedien sind mittlerweile weit verbreitet, werden intensiv genutzt und das Kommunizieren miteinander hat sich auf Messengerdienste wie WhatsApp, Threema oder Telegram verlagert. Diese Messenger sind jedoch als Kommunikationskanal für die DLR ungeeignet. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verlangt von Firmen, Unternehmen, Behörden und Institutionen einen höheren Datenschutz als zuvor. Die Nutzerdaten dürfen nicht auf ausländischen Servern gelagert werden, da sie damit nicht unter das europäische Datenschutzrecht fallen. Des weiteren wird auf sensible Daten wie die Telefonnummer, Kontakte im Adressbuch des Nutzers, seinen Standort und den Zeitpunkt der Nutzung zugegriffen. Das ist ein absolutes No-Go aus datenschutzrechtlicher Sicht, die Gefahr, dass die Daten vermehrt für Werbezwecke genutzt werden ist sehr hoch.


Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau wird von der Technischen Zentralstelle die Entwicklung des GeoBox-Messengers betrieben. Der Messenger ist als Fachanwendung zu verstehen, der neben der Kommunikation zwischen Beratern und Landwirten auch die Kommunikation z.B. innerhalb eines landwirtschaftlichen Betriebes zulässt.

Zusätzlich werden fachspezifische Gruppen eingerichtet, in denen Beratungsinformationen gebündelt werden und automatisch an die Gruppen in Echtzeit verteilt werden. Die individuelle Benachrichtigung in Form von Push-Meldungen löst die bisherige SMS-Benachrichtigung ab. Diese Funktion wird zum Beispiel bei der Spätfrostbewarnung zum Tragen kommen.

Damit steht für die Zukunft ein effizientes und effektives Kommunikationsmittel in der Beratung zur Verfügung.







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