Wühlmäuse


Frage:
Wie bekämpfe ich die Wühlmäuse in meinem Garten?

Antwort:
Obstbäume aber auch andere Gehölze sterben plötzlich, ohne ersichtlichen Grund ab. Gräbt man die Pflanzen aus, so merkt man, dass sie sehr locker in der Erde stehen und sich teilweise leicht aus dem Boden ziehen lassen. Die Wurzeln sind bis auf einen Stumpf abgenagt. Die Spuren der Nagezähne sind deutlich zu erkennen. Neben Gehölzen werden auch Blumenzwiebeln, Knollen und verschiedene Wurzelgemüse gefressen. Die Wühl- oder Schermaus lebt in dicht unter der Erdoberfläche liegenden Gangsystemen. Vor allem dort, wo Wiesen, Weiden oder Brachflächen an den Garten angrenzen, ist sie häufig zu finden. Bei ihrer Wühltätigkeit wirft sie länglich flache Erdhaufen auf, die meist mit Gras oder Wurzeln durchzogen sind. Aus diesem Grund wird ihr Auftreten auch oft mit dem des Maulwurfes verwechselt, dessen Erdhaufen jedoch rundlich und größer sind und in regelmäßigen Abständen aufgeworfen werden. Stellt man im Garten Erdhaufen fest, so ist zu allererst zu prüfen, ob es sich um Maulwurfs- oder Wühlmaushaufen handelt. Der Maulwurf steht als reiner Insektenfresser unter Naturschutz und darf daher nicht bekämpft werden. Die hochovalen Gänge der Wühlmaus befinden sich dicht unter der Erde. Sie sind 4 bis 6 cm breit und 6 bis 9 cm hoch. Maulwurfgänge haben einen querovalen Querschnitt von 4 bis 5 cm Durchmesser. Der beste Zeitpunkt zur Wühlmausbekämpfung ist der Spätherbst. Für den Haus- und Kleingarten bieten sich zwei Methoden an.

Fallenfang
Im Fachhandel sind verschiedene Fallentypen erhältlich, die alle in einen Wühlmausgang eingebaut werden. Als Köder dient ein Möhren- oder Selleriestück. Um die Falle aufzustellen, ist ein Gang in der Randzone des Gangsystems so zu öffnen, dass die Falle gut hineinpasst. Der Fanggang sollte mindestens 30 cm gerade verlaufen, d.h. dicht vor der aufgestellten Falle darf keine Gangbiegung oder Abzweigung sein. Vor der ersten Benutzung sollte die Falle gründlich mit Erde abgerieben werden, damit sie Erdgeruch annimmt. Die gespannte und beköderte Falle wird ganz dicht vor die Gangöffnung geschoben, so dass Licht- und Lufteinfall in den Gang vermieden wird. Verbleibende Ritzen werden vorsichtig mit etwas Erde abgedeckt.

Ködermethode
Der Gartenfachhandel bietet verschieden Fertigköder an. Diese Präparate dürfen nur direkt in die Gänge ausgebracht werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass andere Tiere, z.B. Vögel sich vergiften. Entsprechende Präparate finden Sie in unserer Mittelliste auf unserer homepage: http://www.gartenakademie.rlp.de

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