Vor der Düngung Bodenanalyse machen:

Wussten Sie, dass die meisten Gartenböden überdüngt sind - auch solche, die jahrelang „nur“ mit Kompost versorgt wurden? Profis machen regelmäßig Bodenuntersuchungen, für den Hobbygärtner reicht dies alle 3 bis 5 Jahre. Standardmäßig werden Phosphor, Kali, Magnesium analysiert. Auf jeden Fall sollte der Humusgehalt mit bestimmt werden. Er gibt einen wichtigen Hinweis auf das Nährstoffpotential und das Nachlieferungsvermögen des Bodens.
Gute Gartenböden haben Humusgehalte von über 3 bis 6%. Zusätzlich wird der pH-Wert bestimmt. Er gibt den Säuregrad des Bodens an. Der anzustrebende Wert ist abhängig von der Boden- und Pflanzenart, z.B. liegt er für leichte Böden zwischen 5,6 -6 und für schwere bei 6,6 - 7. Moorbeetpflanzen benötigen einen pH-Wert von unter 5, Nadelgehölze brauchen auf allen Bodenarten pH-Werte um 5,5. Neben dem genau ermittelten Wert der Nährstoffe P, K, Mg gibt der Untersuchungsbefund auch an, in welcher Gehaltsklasse (A bis E) sich der Boden für den jeweiligen Nährstoff befindet, wobei Gehaltsklasse C anzustreben ist.
Nährstoffüberschuß-Versorgung in Gartenböden
(Durchschnitt aus 69 Proben 2004)
Da bei vielen Hausgärten die Stufen D und E ermittelt werden, bedeutet dies,
dass auf eine Düngung oft ganz verzichtet werden kann. Eine jährliche Düngung mit 3 l Kompost /m² (entspricht 100g Volldünger/m²) im Frühjahr reicht deshalb meist völlig aus, um die Pflanzen bedarfsgerecht zu ernähren. Die Kosten (ca. 20€) einer solchen Untersuchung werden dann schnell am Dünger eingespart.

Bodenanalysen werden von vielen Labors (s. gelbe Seiten), auch von der

LUFA oder LUFA Speyer/ BOLAP,
Obere Langgasse 40,
67346 Speyer
(06232 - 136 – 0)
durchgeführt

http://www.lufa-speyer.de/downloads/bodenprobenahme2006.pdft.


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