Grüne Berufe - Landwirt / Landwirtin Wirtschafterausbildung


FortbildungEinjähriger Bildungsgang der Fachschule für Agrarwirtschaft
Fachrichtung: Landbau („Wirtschafterausbildung“)


Flyer zu diesem Bildungsgang: 1-jährige-FS-Landbau.pdf1-jährige-FS-Landbau.pdf

Die einjährige Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Landbau, führt die Tradition der früheren Landwirtschaftsschule fort. Der Unterricht ist auf zwei Winterhalbjahre verteilt, jeweils von Anfang November bis Ende März, montags bis freitags.

Inhalt - Wirtschafter
Ausbildungsziele
Unterrichtsangebot
Stundentafel
Aufnahmevoraussetzungen
Prüfungen und Abschluss
Schulstandorte
Anmeldung zur Fachschule / Anmeldeformular
Was kostet der Fachschulbesuch?
Bildungswege Landwirt/in


Ausbildungsziele
  • Betriebsleiterqualifikation für den landwirtschaftlichen Betrieb
  • Vorbereitung zur Übernahme von Aufgaben im mittleren Funktionsbereich der Agrarwirtschaft
  • Voraussetzung für die Technikerausbildung
  • Vorbereitung auf die Meisterprüfung
Die Fachschule schließt an die Gehilfenausbildung an und vertieft das bisher erworbene Wissen. Ziel ist es, Sie als Absolventin und Absolvent derart weiterzubilden, dass Sie befähigt werden, eigene Entscheidungen über die produktionstechnischen und über die betriebswirtschaftlichen Erfordernisse sowie über die Arbeitsabläufe sinnvoll und nachhaltig treffen zu können.
Um das dazu erforderliche vernetzte Denken in Wirkungszusammenhängen des betrieblichen Geschehens noch deutlicher zu fördern, wurde der früher übliche fächerbezogene Fachschulunterricht in eine modulare Organisationsform überführt. Dies bedeutet, dass der Unterricht nicht mehr in den ehemaligen Unterrichtsfächern, sondern in Lernmodulen (Lernbereichen) gestaltet wird. Die Lernmodule umfassen thematisch abgegrenzte Lerneinheiten, die sich an konkreten beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen orientieren. Hiermit kann die berufliche Wirklichkeit in entsprechenden Handlungssituationen besser erfasst werden als in Unterrichtsfächern.

UnterrichtsangebotDer Fachschulunterricht in den thematisch abgegrenzten Lernmodulen konzentriert sich auf die betrieblichen Ablaufprozesse des landbaubaulichen Betriebs, die beruflichen Aufgabenstellungen und die betrieblichen Handlungsfelder.
Als Unterrichtsmethode wird in den Lernmodulen projektorientiertes Arbeiten angestrebt. Sie, als Fachschülerin oder Fachschüler, lernen dabei, sich selbst Informationen zu beschaffen und sachgemäß aufzubereiten.
Im Fachschulunterricht werden sowohl allgemeinbildende Lernmodule wie Kommunikation und berufsbezogenes Englisch angeboten als auch fachgebundene Lernmodule aus dem unternehmerischen Bereich und den landbaulichen Schwerpunkten.
Jedes Modul schließt mit einer eigenen Prüfung ab und wird mit einem Zertifikat dokumentiert. Haben Sie die Anzahl der geforderten Modulabschlüsse erreicht, so haben sie automatisch die Fachschulprüfung bestanden.
Der handlungsorientierte Unterricht ist praxisbezogen und wird vorwiegend von Lehrkräften erteilt, die neben ihrer Tätigkeit als Lehrer das von ihnen unterrichtete Fachgebiet in Beratung und Versuchswesen bearbeiten.
Die vielfältigen Lerninhalte sollen eine wesentliche Vertiefung und Erweiterung des Wissens, Könnens und des Verständnisses für die vielschichtigen beruflichen Anforderungen ermöglichen. Dabei besteht ausreichender Spielraum zur Berücksichtigung von speziellen Fachfragen der Produktionsregionen, aus denen Sie als Fachschülerin und Fachschüler kommen. In den Unterricht integriert sind Betriebsbesichtigungen, Exkursionen und Übungen.
Wird die Meisterprüfung angestrebt, so ist der Fachschulbesuch zwar nicht Bedingung, er ist aber zur Erlangung des hierzu erforderlichen Wissens dringend zu empfehlen. Außerdem berechtigt der erfolgreiche Abschluss der einjährigen Fachschule zum Eintritt in das zweite Jahr der Fachschulausbildung, der Technikerausbildung für Landbau. Hierzu ist zusätzlich der Nachweis einer mindestens einjährigen entsprechenden Berufstätigkeit erforderlich.
Nicht nur Schülerinnen und Schüler, die den „Staatlich geprüften Wirtschafter“ anstreben, sondern auch „Seiteneinsteiger“ bzw. „Quereinsteiger“, die vielleicht nur ein oder zwei Lernmodule besuchen wollen, können am Unterricht der Fachschulen teilnehmen. Im Beruf stehende Landwirtinnen und Landwirte können mit dem Besuch gezielt ausgewählter Lernmodule ihr Wissen und Können auf den neuesten Stand bringen („Teilnahmebescheinigung“) und sogar berufliche Zusatzqualifikationen erwerben („Zertifikat“).

Stundentafel

Einjährige Fachschule für Agrarwirtschaf

Fachrichtung Landbau

Lernmodule
Gesamt-
stundenzahl
A. Pflichtmodule
I. Fachrichtungsübergreifender Bereich
80
Kommunikation und Arbeitstechniken I
40
Berufsbezogene Kommunikation in einer Fremdsprache I
40
II. Fachrichtungsbezogener Bereich
960
Unternehmensanalyse I
80
Unternehmensführung I
120
Unternehmensumfeld I
120
Pflanzliche Produkte erzeugen, verwerten und vermarkten I
320
Tierische Produkte erzeugen und vermarkten I
320
B. Wahlpflichtmodule*
160
Milch- und Rindfleischerzeugung optimieren
(80)
Ökologischer Landbau
(80)
Nachwachsende Rohstoffe
(80)
Datenverarbeitung in der Landwirtschaft
(80)
Regionalspezifisches Lernmodul
(80)
Zusatzqualifizierendes Lernmodul
(80)
Pflichtstundenzahl
1200
C. Wahlmodule
200
* Zwei Wahlpflichtmodule pro Schuljahr werden in Absprache mit den Fachschülerinnen und Fachschülern festgelegt.

Aufnahmevoraus-
setzungen
  • Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Landwirt/in oder in einem sonstigen Ausbildungsberuf im Berufsfeld Agrarwirtschaft
  • Abschlusszeugnis der Berufsschule
Prüfungen und AbschlussLeistungsnachweise sind im Verlauf eines Lernmoduls nach den Anforderungen der im Lehrplan ausgewiesenen Kompetenzen zu erbringen. Am Ende eines Lernmoduls findet eine abschließende Leistungsfeststellung statt. Die abschließende Leistungsfeststellung kann schriftlich oder praktisch oder mündlich durchgeführt werden; sie kann auch aus einer Kombination dieser Formen oder einer Projektarbeit bestehen. Als Abschlussnote jedes einzelnen Lernmoduls muss mindestens die Note „ausreichend“ erreicht werden.
Aufbauend auf der Berufsausbildung und dem Abschluss der Berufsschule verleiht die einjährige Fachschule den Abschluss

SchulstandorteStaatlich geprüfte(r) Wirtschafter(in), Fachrichtung Landbau
Der Fachschulunterricht wird in Bad Kreuznach und Bitburg durchgeführt. Nach Bedarf erfolgt auch Fachschulunterricht in Montabaur.

Aufnahmeanträge für die Wirtschafterschule finden Sie im Formularcenter. Das Anmeldeformular füllen Sie bitte aus und schicken es an das Sekretariat der Berufsbildenden Schule Agrarwirtschaft im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Eifel (für die Fachschule in Bitburg) oder an das Sekretariat der Berufsbildenden Schule Agrarwirtschaft im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe -Hunsrück in Bad Kreuznach (für die Fachschulen in Bad Kreuznach und Montabaur). Die jeweiligen Adressen sind oben angegeben. Die Anmeldung zur Fachschule in Bad Kreuznach und Montabaur erfolgt immer über den zentralen Schulstandort in Bad Kreuznach. Die Angabe des Wunschstandortes ist dabei unabhängig von der späteren konkreten Klassenbildung zu sehen. Über die Klassenbildung entscheidet grundsätzlich die ADD im Benehmen mit der Schulleitung unter besonderer Berücksichtigung der jeweiligen Kapazitäten bzw. Anmeldezahlen des betreffenden Standortes.

Folgende Unterlagen sind beizufügen:


Kontakt: Bad Kreuznach
Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Schulstandorte: Bad Kreuznach und Oppenheim
Berufsbildende Schule Agrarwirtschaft
Rüdesheimer Str. 60 - 68
55545 Bad Kreuznach
Tel.: 0671/820-110
Fax.: 0671/820-100
E-Mail: heike.best@dlr.rlp.de
www.DLR-RNH.RLP.de

Kontakt: Bitburg
Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Eifel
Westpark 11
54634 Bitburg
Tel.: 06561/9480-0
Fax.: 06561/9480-299
E-Mail: DLR-Eifel@dlr.rlp.de
www.DLR-Eifel.RLP.de

Kontakt: Montabaur
Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel
Bahnhofstr. 32
56410 Montabaur
Tel.: 02602/9228-0
Fax.: 02602/9228 27
E-Mail: DLR-WW-OE@dlr.rlp.de
E-Mail: DLR-WW-OE@dlr.rlp.de
www.DLR-Westerwald-Osteifel.RLP.de

Anmeldung zur Fachschule / AnmeldeformularDas Anmeldeformular für die Berufsschule kann erhält man vom entsprechenden Schulstandort. Das Anmeldeformular füllen Sie bitte aus und schicken es an eine der oben angegebenen Adressen.
Folgende Unterlagen sind beizufügen:
  • Anmeldung (Anmeldeformblatt der Schule)
  • handgeschriebener Lebenslauf
  • aktuelles Passfoto
  • beglaubigte Abschrift
  • (Fotokopie) des Abschlusszeugnisses der zuletzt besuchten allgemeinbildenden Schule
  • des Abschlusszeugnisses der Berufsschule
  • des Zeugnisses über die Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf
Die Aufnahme ist spätestens vier Monate vor Beginn des Fachschulunterrichts zu beantragen.

Was kostet der Fachschulbesuch?Der Besuch der Fachschule ist schulgeldfrei. Die Kosten für Lehr- und Lernmittel sind mit etwa 200,-- Euro für die zwei Semester anzusetzen. Für Lehrfahrten sind ca. 300,-- Euro zu rechnen.
Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sind mit ortsüblichen Tagessätzen zu kalkulieren.

Anträge auf Beihilfen können gestellt werden nach den Richtlinien des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (zuständige Kreis- bzw. Stadtverwaltung), den Richtlinien des Arbeitsförderungsgesetzes (über die Agenturen für Arbeit) oder den Richtlinien des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) bei der Kreisverwaltung oder beim Studentenwerk Frankfurt/Main, Bockenheimer Landstr. 133, 60325 Frankfurt/Main.


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