Ziele und Maßnahmen


InvaProtect verfolgt das übergeordnete Ziel des nachhaltigen Pflanzenschutzes vor invasiven Schaderregern im Obst- und Weinbau am Oberrhein. Schwerpunkt ist die Kirschessigfliege.

Dem Projekt kommt eine besondere Bedeutung zu: Die für die Oberrheinregion typischen kleinteiligen Parzellen im Obst- und Weinbau beherbergen mit ihren Saumstrukturen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, bieten aber auch invasiven Schaderregern Nahrung und Unterschlupf. Zudem herrscht hier ein warmes Klima, bei dem sich eingeschleppte Schaderreger, die keine Landesgrenzen kennen, wohlfühlen. 

Eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist daher unerlässlich, um die angestrebten Ziele zu erreichen.

Weitere Projektziele sind,

  • die Verbreitung und Ausbreitungsdynamik invasiver Schaderreger zu erfassen;
  • Maßnahmen des Integrierten Pflanzenschutzes weiterzuentwickeln und umzusetzen unter Berücksichtigung des Erhalts und der Förderung des natürlichen Arteninventars in der Natur- und Kulturlandschaft;
  • die Wirtschaftlichkeit der Erzeugung im Wein- und Obstbau zu sichern.

Für die Akteure im Oberrheingebiet soll dafür ein Gesamtkonzept mit konkreten Bekämpfungsempfehlungen auf der Basis von kulturspezifischen, integrierten Maßnahmen erstellt werden.


Welche Maßnahmen werden ergriffen?

Die Projektpartner

  • entwickeln ein grenzüberschreitendes Monitoring für invasive Schaderreger wie zum Beispiel die Bläulingszikade, die Maulbeerschildlaus, das Scharka-Virus an Prunus-Arten, sowie für die Vektoren der Reben-Vergilbungs-Krankheit und der viralen Blattrollkrankheit an Rebe;
  • stellen die Ergebnisse des Monitorings den regionalen Beraterinnen und Beratern sowie landwirtschaftlichen Betrieben im Internet zur Verfügung;
  • erfassen Parameter der Biologie, der Epidemiologie und des Verhaltens und deren Anpassung an die verschiedenen Kulturen und Lebensräume, um auf dieser Grundlage eine nachhaltige Kontrolle der Kirschessigfliege zu ermöglichen;
  • entwickeln ein Prognosemodell, das in grenzüberschreitende Geodatendienste und Internetplattformen integriert werden und als wichtige Entscheidungshilfe für Bekämpfungsmaßnahmen dienen soll;
  • kommunizieren die Erkenntnisse über Intenet, Informationsblätter und Fachzeitschriften, auf Tagungen, Ausstellungen, Obst- und Weinbautagungen.






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